Abstammungsüberprüfung

Landeskontrollverband Tirol Abstammungsüberprüfung Erler

Abstammungsanerkennung im Herdebuch

Grundvoraussetzung dazu ist, dass die Belegungen im elektronischen Herdebuch gespeichert sind. Ohne gespeicherte Belegungen, egal ob künstlich oder im Natursprung, gibt es keine Abstammungsdaten. Grundsätzlich wird die Abstammung durch das Rechenmodul der Zuchtdata/ZAR bestimmt. Das Rechenmodel geht von der mittleren Trächtigkeitsdauer aus. Diese beträgt je nach Rasse oder Kreuzung 282 Tage bis 291 Tage. In der Praxis kommt es jedoch häufig vor, dass Kälber im Herdebuch keinen Vater zugeordnet bekommen. Die Hauptgründe dafür sind: Trächtigkeit zu kurz oder zu lang, Doppelbesamungen bzw. fehlende Belegungsmeldungen. Trächtigkeit zu kurz oder zu lang: Bei zu kurzen oder zu langen Trächtigkeiten wird vom Programm ein Toleranzbereich von 14 Tagen akzeptiert. Frühgeburten, welche vor dem Toleranzbereich stattgefunden haben, müssen eine DNA-Abstammungsüberprüfung haben. Doppelbesamungen: Bei Doppelbesamungen mit unterschiedlichen Stieren muss die Abstammung überprüft werden. Korrekturmöglichkeiten von fehlenden Vätern auf Grund fehlender Belegungen: Belegungen durch Tierarzt: Der Besamungsschein muss vom Bauer vorgelegt werden, bzw. an den LKV Mitarbeiter geschickt werden. Grundsätzlich muss die Nummer des belegten Tieres und des Stieres vollständig und richtig dokumentiert sein. Es wird genau überprüft werden, ob keine Manipulation vorgenommen wurde. Belegungen durch Eigenbestandsbesamer: Ein Nachreichen von Besamungsscheinen ist nicht zulässig. Die Abstammung muss durch Entnahme einer Gewebeprobe überprüft werden. Der Besamungsschein muss spätestens 2 Monate nach der Belegung bei der Samenausgabe abgegeben werden bzw. an die Samendepotstelle Rotholz geschickt werden. Eigenstandsbesamer können nach Freigabe durch den LKV Mitarbeiter in ihrer Nähe die Eigenbestandsbesamungen unter www.lkv.at eingeben. Belegung durch Natursprung/Stierhalter: Das Vorweisen der Sprungkarte, auch im Original, reicht nicht aus. Die Belegung muss in der Sprungliste eingetragen sein, bei Schreibfehlern gilt die gleiche Regelung wie bei Tierärzten. Die Sprungliste muss spätestens 2 Monate nach der Belegung beim zuständigen Zuchtverband (Rinder- und Braunviehzuchtverband) oder Zuchtwart (Grauvieh) abgegeben worden sein. Abstammungsanerkennung bei Stier in Herde: Milch- und Fleischleistungskontrolle: Bei Milchherden, in welchen ein Stier mitläuft, ist eine Sprungliste zu führen. Die Belegung muss in der Sprungliste eingetragen sein. Bei Fehlern und Übermittlungsfrist gilt die gleiche Vorgangsweise wie bei „Belegung durch Natursprung / Stierhalter“. Fleischleistungskontrolle (Mutterkühe): Bei Herden, in welchen ein Stier mitläuft, ist generell der Herdenstier als Vater anzuerkennen. Wichtig ist, dass die entsprechenden Aufzeichnungen gemacht werden. Der Landeskontrollverband stellt entsprechende Formulare kostenlos zur Verfügung, welche beim zuständigen LKV Mitarbeiter oder im Büro des LKV Tirol angefordert werden können. Nachträgliche Anerkennung einer Abstammung: Eine nachträgliche Abstammungsanerkennung ist nur mittels DNA-Analyse durch Entnahme einer Gewebeohrmarke möglich. Im Regelfall kontaktiert der LKV - Mitarbeiter den Züchter und weist auf den Umstand der fehlenden Abstammung hin. Sollte der Vater des Nachkommen mittels Belegschein nicht zuordenbar sein, so ist die Abstammungsüberprüfung nur mittels Gewebeohrmarke möglich. Auf Wunsch des Züchters wird die Abstammungsüberprüfung durch die Gewebeohrmarke um den Betrag von € 40,-- durchgeführt. Der Kostenbeitrag ist nur gegen sofortige Barzahlung möglich. Das ganze Procedere wird von den Mitarbeitern des LKV abgewickelt. Der Züchter wird direkt vom Ergebnis informiert. Zu beachten ist, dass zu diesem Tarif keine separate Anfahrt möglich ist. Die Mitarbeiter sind angehalten in der Region mehrere Proben zusammenkommen zu lassen - dies kann mitunter einige Wochen dauern. Kontrolle der erfassten Besamungen – wirksamstes Mittel zur Kosteneinsparung! Jeder Betrieb mit Milchleistungskontrolle erhält laufend den sogenannten Tagesbericht. Wenn die Belegungen erfolgreich verarbeitet wurden, scheinen sie im Bericht auf. Spätestens drei Monate nach der Belegung müssen sie aufscheinen, ansonsten ist mit dem zuständigen LKV-Außendienstmitarbeiter Kontakt aufzunehmen. Eigenbestandsbesamer wenden sich bitte an die Samendepotstelle Rotholz.

Kontakt Samendepotstelle
Kontakt Außendienstmitarbeiter

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