Im Rahmen der diesjährigen Delegiertenversammlung des LKV Tirol konnten sowohl Obmann als auch die Geschäftsführung auf ein durchwegs erfolgreiches Jahr zurückblicken. Die verschiedenen Berichte zeigten eindrucksvoll, wie sich der LKV Tirol trotz vielfältiger Herausforderungen positiv weiterentwickelt.
Besonders erfreulich ist die hohe Teilnahmequote am freiwilligen Qualitätssicherungsprogramm Qplus-Kuh. Rund 80 Prozent der Tiroler Milchbetriebe nehmen an diesem Programm teil, das im Jahr 2024 erfolgreich neu gestartet wurde. Im Bereich der Leistungskontrolle konnten im vergangenem Kontrolljahr eine steigende Kuhanzahl unter Milchleistungskontrolle festgestellt werden. Ebenfalls positiv zu bewerten ist ein Zuwachs bei der durchschnittlichen Milchleistung, obwohl weiterhin rund die Hälfte aller Kühe während der Sommermonate gealpt werden. Auch im Bereich der automatisierten Melksysteme konnte in Tirol eine Zunahme verzeichnet werden. Mittlerweile gibt es Tirol schon über 100 Melkroboter. Ebenfalls gestiegen ist, entgegen dem Österreich-Trend, die Zahl der Milchziegen unter Milchleistungskontrolle in Tirol. Bei der Fleischleistungskontrolle konnte ebenso eine Steigerung der Kontrollkühe und somit auch höhere Anzahl der Wiegungen dokumentiert werden.
Weniger erfreulich waren die Auswirkungen der Insolvenz des Schlachthofs Huber, wo der LKV Tirol als Klassifizierungsorgan tätig war. Diese führte zu einem spürbaren Rückgang der Schlachtzahlen bei Rindern, Ziegen, Schafen, Lämmern und Kitzen in Tirol. Dank des Ausbaus der Schweineschlachtungen beim Schlachtbetrieb Mayr wurde insgesamt, über die drei bestehenden klassifizierungspflichtigen Schlachthöfe, nur ein geringer Rückgang der Schlachtzahlen beobachtet.
Positiv entwickelten sich hingegen die Trinkwasseruntersuchungen im Labor Rotholz, bei denen Steigerungen sowohl bei den bakteriologischen, als auch chemischen Parametern zu verzeichnen waren. Im Milchbereich blieben die Analysezahlen leicht unter dem Niveau des Vorjahres.
Ein besonderes Highlight des vergangenen Jahres war die Feier zum 65-jährigen Bestehen des LKV Tirol. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und bot Gelegenheit, mit zahlreichen Wegbegleitern auf die Geschichte und die Errungenschaften des Landeskontrollverbandes zurückzublicken.
Die Rechnungsprüfer sowie der Bilanzbericht bescheinigten dem Verein eine stabile wirtschaftliche Grundlage und bestätigten die gewissenhafte Arbeit in allen Bereichen.
Abgerundet wurde die Versammlung durch die Vorstellung des Milchprüfrings Bayern durch Christine Röhrl, Geschäftsbereichsleiterin Technik. Das bayerische Milchlabor ist seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner des LKV Tirol.
Mit diesen positiven Entwicklungen, die nur dank motivierter und engagierter MitarbeiterInnen möglich waren, blickt der LKV Tirol zuversichtlich in die Zukunft und sieht sich gut gerüstet, die Herausforderungen der kommenden Jahre gemeinsam mit seinen MitarbeiterInnen und Mitgliedsbetrieben zu meistern.